Falls mir jemand die Frage stellt, ob das ganze "sich zuhause auf das Mutterwerden vorbereiten" tagesfüllend ist, dem werfe ich ein "Heast, glaubst du ich ruiniere mir die Figur spasseshalber? Wenn schon die Erdbevölkerung aufstocken, dann aber richtig" hauche ich ein schon jetzt mütterlich geduldiges "Ja, mein Engel!" entgegen.
Hormoneinschüsse mit der Intensität eines Elektroschockers und der quasi minütlich wachsende Bauch lassen mich schließlich kaum an etwas anderes denken als an das, was von Menschen mit Nachkommen ja gerne mal als "Anfang vom Ende alles Gewohnten" umschrieben wird. Danke auch für die Info. DAS ist ja mal wertvolles Insiderwissen (ich weiß, ihr meint es alle gut mit dieser Warnung, aber das alleine ist etwas, naja, wenig. Das dämpft die Vorfreude auf das Kommende und das wollen wir doch nicht. Wollen wir nicht!).
Generell bin ich der Meinung, dass mit Liebe, Einfühlungsvermögen und Hausverstand grundsätzlich so einiges zu erreichen ist. Kann sein, dass sich das - auf Kinder angewendet - in der Theorie hübsch anhört, im Umgang mit einem beispielsweise an Koliken leidenden Schreibaby völlig unbrauchbar ist, weil halt doch die Nerven nicht mitmachen und man nur mehr davonlaufen möchte...Wie auch immer. Ich kann halt im Moment nicht mehr tun, als mein Bauchgefühl mit Wissen von erfahrenen Leuten aufzustocken.
Schwangerenliteratur ziehe ich mir dennoch nur in relativ homöopathischen Dosen rein, weil's einfach für meinen Geschmack zu viel Mist da draussen gibt. Vorlieben, Ansichten und Bedürfnisse sind bekanntlich verschieden, aber ohne folgende Goldstücke wären die Vorgänge in mir und die Zeit nach den 40 Wochen ein noch viel größeres Mysterium (für Väter in spe ist wahrscheinlich vieles zu detailliert beschrieben, da reicht wohl eine grobe Inhaltsangabe fraulicherseits):
Die selbstbestimmte Geburt, Ina May Gaskin
Die Hebammensprechstunde, Ingeborg Stadelmann
Das Stillbuch, Hannah Lothrop
Babyjahre, Remo Largo (Herr Katzenklappe legt's gar nicht mehr zur Seite)
Vorbereitung ist schön und gut, aber sobald ich von Milchstaus träume (was schon vorgekommen ist), arbeite ich meine Stapel Belletristik ab, bevor das Spasslesen so wie "alle andere Vergnügen für laaaaaaange Zeit der Vergangenheit angehören."
Herr Katzenklappe schraubt übrigens in diesem Moment an meinem neuen Mega-Bücherschrank, der u.a. meine unzähligen, noch jungfräulichen Buchstabensammlungen beherbergen wird. In seinem schon bald Ex-Arbeitszimmer. Weil darin wird in Zukunft nicht nur gelesen, nein, auch gewickelt. Da bleibt für Arbeiten einfach kein wirklicher Platz mehr.
Da gibt's also eh noch so einiges, was in den verbleibenden rund 10 (nur mehr ZEHN!!!) Wochen bis zum Schlüpfen zu tun ist. Die stundenlangen Internetsessions, die sich einzig und alleine um die Frage drehen, ob die Wunsch-Wickelunterlage auch tatsächlich phthalatfrei und mit Karomuster erhältlich ist, erwähne ich nur am Rande. Ach ja, und wer's nicht wusste, es gibt auch Babypflegetücher mit Rosenblütenmandelöl, aber ohne böses Polyethylenglykol und sonstige chemische Zusätze. Ist DAS nicht toll?
Im übrigen ist die Entscheidung nun gegen ein Kinderzimmer zum jetzigen Zeitpunkt gefallen. Unser Plan ist, das Kind mit einem zwei mal drei Meter großen eigenen Reich zu belohnen, wenn es den Führerschein geschafft hat. So im Jahr 2028. Fair enough.
Letzte Kommentare