Ich bin gerne schwanger. Mit den körperlichen Veränderungen, den angenehmen (Can you say "Dolly Buster for Beginners"?) wie den nervigen (geschwollene Beine, Kreuzschmerzen) komme ich ganz gut zurecht. Meinen wachsenden Bauch liebe ich ganz besonders. Noch nie habe ich mich als Frau so intensiv wahrgenommen und mich noch dazu so wohl dabei gefühlt, auch wenn der langsam watschelig werdende Gang anderes vermuten ließe.
Wir haben ja keine Waage zuhause, aber bei der letzten Untersuchung vor gut drei Wochen hatte ich wohl gut sieben Kilogrämmer mehr auf den Rippen als vor der Schwangerschaft. Scheint sich alles irgendwie kompakt "angelegt" zu haben. Von hinten - sagt man mir - schau' ich ziemlich unträchtig aus. Dass das Becken sich schon ein wenig gedehnt hat, bilde ich mir aber trotzdem nicht ein. Die Jeans krieg ich kaum mehr über die Hüften.
Ab kommenden Montag bin ich im siebten Monat. Was weit fortgeschritten klingt ist in Wahrheit noch ein gutes Stück weit vom errechneten Geburtstermin Anfang Mai entfernt. Mir fällt es wirklich schwer zu glauben, dass der/die Juniorin bis dahin noch um zwanzig Zentimeter länger sein wird als im Moment und die Brutstätte im Untergeschoß dementsprechend nochmals ordentlich an Größe zulegen wird. Als (noch) kompromisslose Bauchschläferin ist es schon jetzt ein Kunststück, auf einer Kugel zu nächtigen, ohne 1) Rundrücken aufzuwachen und 2) das unschuldige, hilflose Lebewesen ZU ERDRÜCKEN (Ja, ich weiß. U.a. wegen Egoisten wie mir schwimmt das Baby da drinnen geschützt herum). Die künftige Schlaferei macht mir allerdings echt schon Sorgen. Ob es Frauen gibt, die bis kurz vor der Geburt die Seiten- und Rückenlage verweigert haben?
Das Strampeln und Boxen wird immer intensiver und das Gefühl dabei ist einfach unbeschreiblich. Wie Schmetterlingsflügelschläge nur etwas fester. Herr Katzenklappe hatte leider noch nicht oft das Vergnügen über meine Bauchdecke Kontakt mit dem Nachwuchs aufzunehmen. Meistens, wenn ich seine Hand nehme und auf die Action-Zone lege, weil er (er, der Nachwuchs) mit der Nabelschnur das Seilspringen übt, hören die meisten Bewegungen sofort auf. Sobald ich wiederum meine Hand drauf lege, geht's weiter. Ist angeblich nicht ungewöhnlich, dass Ungeborene das schon unterscheiden können.
Babyzeugs haben wir so gut wie keines gekauft bis jetzt. Geschenkt bekommen haben wir Schönes, Praktisches und auch einiges Klumpat (= Plastikspielzeug). Besonders süss sind allerdings die Strampler, Jäckchen und Bodies in geschlechtsneutralen Farben, die meine Eltern als Weihnachtsgeschenk ausgesucht haben. Wirklich schön. Will heißen: das hätte ich auch gekauft!
Ich steh ja total auf alte Sachen, deshalb hab ich von meiner Oma ein paar Vintage-Kleidungsstücke abgestaubt, die sie noch von meiner Mama und ihren Geschwistern aufgehoben hat. Als nächstes wird das Babyzimmer geplant bzw. überhaupt mal überlegt, ob man denn überhaupt von Anfang an ein solches braucht (ist eine kleine Diskussion zwischen mir, der Nestchenbauerin, und Herrn Katzenklappe, dem Praktischdenker).
Mal schauen. Bis jetzt ist alles gut.
(An dieser Stelle sollte ein animiertes GIF zu sehen sein. Falls nicht, weiß ich auch nicht was da falsch läuft. Ähm, sorry.)
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