Das Mädchen ist im Grunde wirklich pflegeleicht. Sie schläft untertags zwischen einer und drei Stunden am Stück. In dieser Zeit versuche ich das Notwendigste im Haushalt zu machen bzw. mich selbst zu versorgen. Wenn der Schlaf der vorangegangenen Nacht besonders oft unterbrochen wurde, ziehe ich den Matratzendienst natürlich dem Wäsche waschen vor.
Ich stille sehr gerne und finde es geradezu genial, dass für das (bei Hunger sehr ungeduldige) Katzenklappen-Baby das Essen in der Sekunde in der richtigen Temperatur zur Verfügung steht. Die Nächte allerdings sind trotz dieser Bequemlichkeit und jener, dass die Kleine bei uns im Bett und somit in meiner unmittelbaren Nähe schläft (kein Aufstehen!) teilweise recht anstrengend für mich. Sie in der Nacht zwischen drei und fünf Mal zu stillen zerrt an meinen Kräften. Einzig und allein durch die Schlafunterbrechung. Ich weiß...ich bin eine Memme. An manchen Tagen komme ich trotz Schlafdefizits super mit allem klar, an anderen wiederum bin ich eher zombiemässig unterwegs.
Aber irgendwann werden sie und ich auch wieder durchschlafen...oder ich gewöhne mich einfach an den Etappenschlaf. Eines von beiden.
Mein jetziger Alltag ist nur ein Fast-Alltag, da ich ja noch nicht mobil und daher von der Versorgung durch den Mann abhängig bin. Kann ich erst einmal wieder richtig und für längere Zeit gehen und sitzen, mache ich mit dem Mädchen die Stadt bzw. den See unsicher.
Der Sommer kann kommen!
Du bist keine Memme! Natürlich ist das anstrengend, natürlich zehrt soetwas an den Kräften.
Niemand steckt so eine Veränderung einfach mal eben weg, auch wenn es eine eigentlich so positive Veränderung ist :)
Kommentiert von: kittynn | 19. Mai 10 um 12:15 Uhr
Ja, auf den Sommer warte ich auch. Ob wohl ich mit einem schöneren Frühling ja auch schon zufrieden wäre ;)
Ich find auch, du bist keine Memme. Diese Woche bin ich zwischen 10 und 30 Minuten VOR meiner normalen Weckzeit aufgewacht, da es draussen schon zu hell war, und war den ganzen Tag grantig/müde/usw... Also bist du von der Memme mehr als weit entfernt. :)
Hoffe trotzdem für dich, dass sich das alles bald einpendelt :)
Kommentiert von: M. | 19. Mai 10 um 12:50 Uhr
definitiv keine Memme. ist eben alles neu und schlafentzug ist nicht
umsonst eine foltermethode!
Kommentiert von: frauniepi | 19. Mai 10 um 12:50 Uhr
Ehrlich gesagt, ich stehe dieser ganzen Still-Sache immer etwas hilflos gegenüber. Eine Freundin von mir stillt ihr 1,5 Jahre altes Kind bis zu 7-mal in der Nacht und ist seit 1,5 Jahren ein übermüdetes Wrack. Muss das so sein? Früher hat man Müttern glaube ich verboten, nachts ihre Kinder zu stillen. Das war sicher auch nicht gut. Aber gibt´s kein Zwischending? Ich hab keine Ahnung davon, nicht böse sein, nur etwas was mich bei Neu-Moms immer beschäftigt.
Kommentiert von: Katrin | 19. Mai 10 um 12:51 Uhr
Danke @all für den Zuspruch! Manchmal denke ich mir, "it's me", weil ich sonst ja sehr viel Schlaf brauche und ich deshalb in dieser Hinsicht eventuell extra wenig belastbar bin...
@Katrin, ob das so sein muss, kann ich dir nicht sagen. Ich wüsste im Moment jedenfalls nicht, wie man einem Kind das "Hunger haben in der Nacht" abgewöhnen kann, aber angeblich wird das von alleine irgendwann mal besser.
Ich habe gelesen (weiß aber nicht, ob's stimmt), dass Kinder, die mit der Flasche gefüttert werden, generell weniger oft Nachschub brauchen als Stillkinder, d.h. sie verlangen auch des Nächtens angeblich weniger oft Nahrung. Aber egal ob Flasche oder Brust: wenn ein Kind Hunger hat, hat es Hunger und teilt das auch lautstark mit. Dass das früher funktioniert hat mit dem Nichtfüttern in der Nacht bezweifle ich daher.
Noch etwas @all, besonders @Katrin: Um das zu klären: ich bin sicherlich nicht böse, wenn jemand kritisch oder anderer Meinung ist! Ich bitte sogar darum, eure (abweichenden) Meinungen/Erfahrungen kundzutun. Mir ist dabei nur wichtig, dem anderen die eigene Meinung nicht aufdrängen bzw. sie als die einzig gültige Wahrheit hinstellen zu wollen. Leben und leben lassen, folks! :)
Kommentiert von: katzenklappe | 20. Mai 10 um 09:00 Uhr
Och nö, anderer Meinung bin ich eh nicht. Ich meine, viele Alternativen zu füttern gibt´s bei Hunger nun mal nicht, da geb ich dir Recht. Und bei den ganz Kleinen wie bei deiner Maus schon gleich gar nicht. Ob man das über 1,5 Jahre ziehen muss, weiß ich dann allerdings nicht. Aber Kudos für die Mütter, die das durchziehen..
Kommentiert von: Katrin | 20. Mai 10 um 10:51 Uhr
Stimmt, @Katrin, wenn sich auch nach 1,5 Jahren kein Rhythmus eingestellt hat, der die Mutter nicht unbedingt wie ein Wrack aussehen (und fühlen) lässt, würde ich persönlich die ganze Stillsache speziell nach so einem langen Zeitraum wahrscheinlich gründlich überdenken (müssen)...Ich zieh auch meinen Hut vor Müttern, die sowas durchziehen!
Kommentiert von: katzenklappe | 21. Mai 10 um 13:07 Uhr