20,9583 oder darf's ein bissal mehr sein?
Ich will weg. Am besten bald. Das Bedürfnis einfach den Kopf frei zu bekommen und etwas anderes zu erleben als die 800 Meter lange Radlfahrt von zuhause in die Agentur, ist mittlerweile stärker als alles andere.
Gemeint sind meine Urlaubs-Parameter á la Design- oder Boutiquehotel, nicht mehr als 40 Zimmer, am Sandstrand oder in Strandnähe, nicht im Trubel eines Urlaubsorts, aber trotzdem nicht aus der Welt sowie eine Außentemperatur von > 30-35°C. Ach ja, und die schwarze American Express hab ich auch nicht. 250 Hotelwebsites auf vier Kontinenten später weiß ich soviel wie vorher: ich will weg bzw. WIR wollen das. Aber die unüberschaubare Auswahl und die teilweise widersprüchlichen Hotelkritiken fördern eine Entscheidung auch nicht wirklich.
Stehen der Urlaubsort und ein Hotel, gibt's keinen Flug oder nur einen in der Seidenkrawattenundmaßanzugträger-Klasse oder umgekehrt. Wäre ich es nicht schon vorher gewesen, hätte mich alleine das Suchen und Buchen urlaubsreif gemacht. Egal ob Kamtschatka, Mallorca oder Chile, egal ob Blockhütte, Hotelbunker oder Frühstückspension: das nächste Angebot, das mir unter die Linse kommt, wird gebucht. Wenn's sein muss, auch für 20,9583 Nächte.


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