« Dezember 2007 | Start | Februar 2008 »

Januar 2008

31. Januar 08

20,9583 oder darf's ein bissal mehr sein?

Ich will weg. Am besten bald. Das Bedürfnis einfach den Kopf frei zu bekommen und etwas anderes zu erleben als die 800 Meter lange Radlfahrt von zuhause in die Agentur, ist mittlerweile stärker als alles andere.

Gemeint sind meine Urlaubs-Parameter á la Design- oder Boutiquehotel, nicht mehr als 40 Zimmer, am Sandstrand oder in Strandnähe, nicht im Trubel eines Urlaubsorts, aber trotzdem nicht aus der Welt sowie eine Außentemperatur von > 30-35°C. Ach ja, und die schwarze American Express hab ich auch nicht. 250 Hotelwebsites auf vier Kontinenten später weiß ich soviel wie vorher: ich will weg bzw. WIR wollen das. Aber die unüberschaubare Auswahl und die teilweise widersprüchlichen Hotelkritiken fördern eine Entscheidung auch nicht wirklich.

Stehen der Urlaubsort und ein Hotel, gibt's keinen Flug oder nur einen in der Seidenkrawattenundmaßanzugträger-Klasse oder umgekehrt. Wäre ich es nicht schon vorher gewesen, hätte mich alleine das Suchen und Buchen urlaubsreif gemacht. Egal ob Kamtschatka, Mallorca oder Chile, egal ob Blockhütte, Hotelbunker oder Frühstückspension: das nächste Angebot, das mir unter die Linse kommt, wird gebucht. Wenn's sein muss, auch für 20,9583 Nächte.


Bild_1

20. Januar 08

Gegenmittel bei primärer Hypotonie

1 von 2 Kolleginnen krank, Projekte von sechs Kunden gleichzeitig bearbeiten, Chef auf Urlaub, Todesfall in der Familie, neue Brille viel zu stark.

19. Januar 08

Mann fürs Leben

Seit ER mir vergangene Woche ohne Bestellung meinerseits, quasi einfach so, einen Desinfektionsspray vom Einkaufen mitgebracht hat, wusste ich's einfach...

Verwandte und andere Fremde

Wäre ich in Oberösterreich geblieben, dort wo "i in d'Schui gaunga und aufgwochsn bi und i mi jen Tog aufs d'Schoklad essn in da großn Pausn gfreid hob", würden mich - mit mir blutsverwandte - Menschen vermutlich eher nicht Siezen. Und umgekehrt.

So viele mir nicht bekannte (und schon gar nicht einem Verwandtschaftsgrad zuordenbare) Damen und Herren beim Begräbnis meines Opas zu sehen hat mich fasziniert, aber nach längerem Nachdenken eigentlich eher mehr erschreckt. Schließlich geht's da um meine Familie, über die ich offensichtlich so wenig weiß.

16. Januar 08

Auftragseintrag für Georg

Ich weiß, dass du ihn auch wissen willst. Ich wurde schon ein paar Mal gefragt, warum ich meinen Namen nicht öffentlich mache. So auch heute wieder. Es macht nur meiner Meinung nach für Leser, die mich persönlich nicht kennen zero Unterschied, ob sie nun meine Identität kennen oder von mir doch hinterhältigst im Glauben gelassen werden, Katzenklappe sei ein geburtsurkundlich dokumentierter Name. Und Leser wie Georg wissen früher oder später sowieso, welche der Klagenfurter Katzen die Klappe offen hat...

12. Januar 08

11.03.1919 - 12.01.2008

Ich vermisse dich so sehr, aber wir werden einander wiedersehen. Bis dahin bleibst du unvergessen.

10. Januar 08

99 Dinge über mich

1. Ich bin keine echte Blondine (mehr)
2. Ich muss manche viele Sätze zweimal lesen
3. Ich kann nicht gut einparken. Parallel schon überhaupt nicht
4. Ich hasse Germknödel
5. In der Volksschule war ich ein braves Vorzeigemädchen mit Zöpfen
6. In der Oberstufe dann eher nicht mehr
7. Ich war Ministrantin
8. Fingertapser auf Oberflächen zu entfernen gehört zu meinen Zwangsneurosen
9. Ich nenne meine Mama Murmel
10. Als Kind dachte ich, ich könnte übers Wasser gehen und wäre deshalb fast in einem Moor ersoffen
11. Ich mache Seifen selbst
12. In "Handarbeiten" wäre ich fast einmal Sitzengeblieben
13. Ich zocke gerne im Casino
14. Ich trage Wollsocken beim Schlafen
15. Bis zur Matura änderte ich meine Handschrift im Wochenrhythmus
16. Ich höre schlecht
17. Meine Augen sind blaugrau, tun sich aber schwer, ihren Job zu erledigen
18. Ich habe insgesamt mehr als ein Jahr in den USA verbracht
19. Ich will unbedingt mal in die Südsee
20. Ich wohne bei meinen Katzen
21. Ich wollte mal ernsthaft Stewardess werden. Wurde nix draus (s. Punkt 17)
22. In meinem ersten Job verdiente ich 18.000 Schilling. Brutto
23. Ich bin in meinem Leben bisher fünfmal umgezogen
24. Ich mache keinen Sport
25. Ich trinke gerne Rotwein, Weißwein nur dann, wenn's keinen Roten gibt.
26. Ich bin Bauchschläferin
27. Ich erkannte mit fünf Jahren die Flaggen sämtlicher Länder
28. Musik empfinde ich meist als störend, seichte Loungemusik dagegen ist OK
29. Pflanzen gehen bei mir eher ein als auf
30. Mein Opa nannte mich Johnny
31. Ich habe selten Bargeld bei mir
32. Ich war jahrelang Schwarzfahrerin
33. Ich war mal im Radio (aber nicht wegen Punkt 32)
34. Zu meinen Ferialjobs gehörte das Zusammenschrauben von Duschkabinen. Ohne Elektroschrauber.
35. Ich bin überzeugt davon, dass ich mal einen großen Lottogewinn mache
36. Ich vermisse meine Freundinnen
37. Mein Möbel-/Einrichtungsgeschmack ist eine Mischung aus Purismus und Barock
38. Ich schreibe lieber auf Schmierzettel als in ein Notizbuch
39. Ich baute als Illegale in den USA einen Unfall. Krachte beim Rückwärtsfahren einem anderen Illegalen rein. Polizei war von beiden Seiten eher unerwünscht.
40. Ich habe eine Freundin mit exakt dem gleichen Vor- und Nachnamen wie ich
41. Ich kaufe immer mehr Bücher, als ich lesen kann
42. Ich war Pfadfinderin
43. Ich wechsle meinen Dialekt je nachdem, wo in Österreich ich gerade bin
44. Ich kann ohne ein Stück Hasenfell nicht einschlafen
45. Ich merke mir keine Gedichte
46. Mein mit Prosciutto ummantelter Seelachs ist nicht von dieser Welt
47. Ich musste gerade Prosciutto googlen
48. Zahlen sind meine Feinde
49. Buchstaben in der richtigen Anordnung sind mein Job
50. Ich kann meine Augenlider nach oben stülpen, so dass man DAS ROTE sieht
51. Ich war als Kind ewig sauer auf meine Mama, weil sie mir beim Fahrrad einfach die Stützen abgenommen hat. Und ich habs erst zu spät bemerkt. Halte ich ihr heute noch vor
52. Ich träume von einer Strandbar in Tulum
53. Ich fahre mit dem Rad zur Arbeit
54. Meine erste Musikkassette war "Whitney"
55. Es berührt mich, wenn sich jemand über etwas ehrlich freut
56. Ich schenke meinem Schatz Mädchengeschenke
57. Ich habe schon in der Volksschule Tagebuch geschrieben
58. Mit acht oder neun war ich verknallt in Andi. Der aber liebte Julia.
59. Ich werde rot beim Lügen
60. Die ersten weißen Haare kamen mit 28
61. Ich habe noch nie ein Auto besessen
62. Ich wollte Afrikanologie, Englisch und Psychologie studieren
63. Ich war für ein Wochenende in Australien
64. Ich habe Friedl Koncilia vor Jahren gefragt, was er beruflich so macht. Er hat gelacht.
65. Mich ekelts vor Leuten, die sich nach dem Klogehen die Hände nicht waschen
66. Meine Sandkastenfreundin Tina und ich haben mehr gestritten als gespielt
67. Ich liebe Jerry Seinfeld im Original
68. Ich bin geduldig. Nur nicht sehr lange
69. Ich schaue mir gerne medizinische Sendungen an, um dann "wäh, ist das graaaaauslich" zu sagen
70. Ich sehe meine Eltern nur ca. fünfmal im Jahr
71. Ich hätte gerne mal drei Kinder
72. Ich nenne meinen Schatz "Babster" (Baby + Lobster). Laaaange Geschichte!
73. Ich ziehe schlafen den meisten Aktivitäten vor
74. Koffein und Nikotin sind meine Drogen
75. Ich hab mich als Kind vor "Wickie" gefürchtet
76. Langsam-Schlenderer in der Fußgängerzone werden von mir auch rechts überholt
77. Ich habe angefangen, die Bibel zu lesen. Und nach der 3. Seite wieder aufgehört
78. Man sagt, ich sei leicht zu unterhalten. Finde ich nicht.
79. Früher warf ich Kleidung mit gerissenen Nähten weg, heute greife ich zur Nadel
80. Ich hatte als Kind Blockflöten-, Gitarren-, Tennis-, Ballett- und Malunterricht. Nur Letzterer war freiwillig.
81. Ich besitze Steppschuhe
82. Ich interessiere mich für Autos. Aber keine Details bitte. Schön müssen sie sein
83. Ich esse Burger zum Frühstück
84. Einige Sommer verbrachte ich "auf Erholung"
85. Ich habe noch immer "A good man in Africa" aus der Schulbibliothek zuhause
86. Hab Respekt Schiss vor der Ehe
87. Red Bull und Zigaretten erzeugen Übelkeit bei mir
88. Vor dem Einschlafen kann ich immer nur 2,3 Seiten lesen
89. Ich nehme mein Macbook mit aufs Klo und surfe solange rum, bis mir die Beine einschlafen
90. Ich hab mal mit Franz Klammer in einem (Auto-)Werbespot mitgespielt
91. Ich dusche, bis die Haut ganz schrumpelig ist. Und krebsrot.
92. Ich kann schnell tippen
93. Es wird mal ein Buch von mir geben. Sag ich jetzt einfach mal so
94. Ich weiß bis heute die Telefonnummern von Leuten, die ich in den 80-ern kannte
95. Ich bin unpünktlich. Aber wehe es kommt einer zu spät, wenn ich mal pünktlich bin
96. Wäre ich ein Tier, dann wäre ich wohl eine Katze. Oder ein Schabrakentapir
97. Perchten machen mir ernsthaft Angst
98. Von meinem Papa habe ich die Beine, nicht seine Talente
99. Ich hasse Auflistungen

via

Don't want to let you go

Nach meinem Besuch im Sommer habe ich versucht, loszulassen und es endlich zu akzeptieren, dass du nicht mehr willst. Damals schon dachte ich, es wird nicht mehr lange dauern, bis du uns verlässt.
Dich zu Weihnachten nochmals zu sehen, hat mir dann den Boden unter den Füßen weggerissen. Auf diesen Anblick war ich nicht vorbereitet. Es fällt schwer, an die schönen Dinge im Leben zu denken, wenn ich an die Bilder denke, die sich mir vor wenigen Wochen ins Gedächtnis gebrannt haben. Ans Bett gefesselt, schwach, nahezu regungslos und unendlich zerbrechlich. Schmerzen hast du zum Glück keine. Aber du bist dehydriert und unterernährt, weigerst dich genügend zu essen und zu trinken. Jeder Bissen, jeder Schluck erzeugt Ekel. Nur um die Augen offen zu halten, brauchst du mehr Kraft als du hast.

Aber du bist zäher, als viele dachten. Du lebst.

Ich wollte, dass du noch einmal hörst, wie sehr ich dich liebe und dass du auch sonst alles, was ich dir zugeflüstert habe, mit hinüber nimmst.
Ich sollte dankbar dafür sein, dass ich mich von dir verabschieden konnte. Und dafür, dass du von deiner Familie gut gepflegt wirst und deinen letzten Atemzug daheim wirst machen können. Aber der Schmerz darüber, dich bald zu verlieren, überwältigt mich. Ich schaffe es einfach nicht zu sagen, es ist okay, so wie es ist. Für mich ist es das einfach nicht. Noch nicht.

Sei unbesorgt. Ich werde dich auf deinem letzten Weg begleiten. Versprochen.

01. Januar 08

Besser geht's nicht

Freunde, die uns nach einer von uns selbst ausgesprochenen Einladung herzlichst bei sich aufnehmen, super stinkiges Raclette, "Bunter Familienzauber", der uns horizontal entgegen kommt, aber glücklicherweise noch vor einem möglichen Körperkontakt in der Hausmauer einschlägt, rote Flecken am ganzen Körper verursachender Edelsprudel, im Griller verheizte Eishockeyschläger und Besen, Polonaise, die getanzt und ein knallrotes Gummiboot, das gefahren werden will. Schöner kann man ein neues Jahr nicht beginnen. Danke!

No excuse for not blogging

Manchmal müssen Situationen erst komplett verarbeitet werden, um Worte zu finden, die ihnen gerecht werden.

Über Katzenklappe

  • In Kärnten wohne und arbeite ich. Einen Kärntner liebe ich. In meinem Nebenjob bin ich die persönliche Assistentin zweier Fellmarschalls. Dass mich fettige Fingertapser auf dem Edelstahlkühlschrank zu einer Familienpackung Prozac greifen lassen, tut hier eigentlich nichts zur Sache. Egal. Das ist mein blog. Meine Katzenklappe. Ich kann sagen was ich will. Yadda yadda yadda. Mich gibt's wirklich. Warum ich meinen Namen nicht nenne, ist schnell erklärt: it doesn't matter. Solltest Du mich (er)kennen: Gratulation, aber behalt's für Dich. Soviel Privatsphäre in einem öffentlichen blog verdiene ich wohl. Und für Inhalte von verlinkten Seiten kann ich nix.

Da guckst du

  • katzenklappe. Get yours at bighugelabs.com/flickr

Wo seidsn?

Blog powered by TypePad
Mitglied seit 08/2007