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September 2007

07. September 07

Fete blanche im Club med.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mir jetzt viele Neider schaffe: nächste Woche trete ich meinen lange geplanten All-inclusive Urlaub im Club med. Villach an. Wie ich höre läuft dort das ganze Jahre über eine fete blanche, die ich mir einfach nicht entgehen lassen kann.

Ist das zu packen? Ich werde in den Genuss eines 24-Stunden VIP-Services in der Allgemeinen Klasse kommen; persönlich betreut durch knackige Mädels in heißen Krankenschwestern-Outfits. Das Animationsprogramm ist viel versprechend. Unter anderem wird der bekannte und beliebte DJ Anä Sthesie für die richtige Stimmung sorgen, wenn's so richtig schneidig wird am OP-Parkett.

Dazu gesetztes Essen dreimal täglich und so viele Getränke, wie ich nur irgendwie runterbringe. Und das Beste an der Geschichte ist, dass die Kosten für das weiße Spektakel der Hauptsponsor des Club med. trägt, nämlich die KGKK. Abgesehen von einem kleinem Selbstbehalt, den ich ob des großartigen Programms, das mich erwartet gerne berappe.

Herz, was willst du mehr?

Sobald ich mich von meinem exzessiven Cluburlaub wieder erholt habe, melde ich mich zurück. Bis dahin ist die Katzenklappe geschlossen.

05. September 07

Erkenntnis am Dienstagabend

Das Damenspitzerl, das sich heute so hinterhältig und unangemeldet in das Café ohne Namen geschlichen und mich mit einem wohlig warmen Mäntelchen umschlungen hat, so als spürte es die grausliche Septemberkälte auf der anderen Seite des großen Schaufensters, verlässt mich auf leisen Sohlen langsam wieder. Auf dem Nachhauseweg hatte ich die großartigsten Ideen für einen Blogeintrag. Mittlerweile sind die vielen Teile meines Gedankenpuzzles zu etwas geworden, das sich kaum mehr zusammenbauen lässt.

Auch gut. Ich hatte jedenfalls die perfekte Anzahl an weißen G'spritzen. Und es ist immer wieder faszinierend zu beobachten: es ist tatsächlich vieles eine Frage der Perspektive.

Aus der Ferne betrachtet und mit dem Gefühl man liefe auf Wattebällchen, ist es jetzt gar nicht mehr so schlimm, dass ER sich vor wenigen Tagen auf die Seite von A. geschlagen hat. A. war eine Schnepfe die Tochter meines Tennislehrers aus meinem damaligen Heimatort, mit der ich vor X Jahren fast täglich im Schulbus fuhr. Für mich meistens eine Tortur. Sie war ein wenig älter als ich und ziemlich kreativ was das lautstarke, uncharmante und für alle deutlich hörbare Ablästern über Unterstuflerinnen  mich, gesegnet mit nicht vorhandenem Selbstbewusstsein und ebenso wenig Geschmack für alles, was man auf und um den Körper in irgendeiner Form tragen kann, anging.

Als ER ein zugegebenermaßen unvorteilhaftes Foto von mir aus der damaligen Zeit sieht, meint ER ganz trocken: "A. hatte Recht."

§$%$%&"$§"§/(==$%&§$)!!! Ich hab den Feind in meinem Bett, wie's scheint.

Und nicht ganz unschuldig an der ganzen Misere war ja überhaupt der Verkäufer in jenem Löwengeschäft, zu dem getigert werden soll. Der hätte nie und nimmer, ich sage NIE UND NIMMER, das Geld meiner Mutter annehmen dürfen, die ihrer - von der unerbitterlichen Grausamkeit unter Kindern - nichtsahnenden, weil jeden Sonntag artig in der Pfarrkirche ministrierenden Tochter, dieses Unding von Wahnsinns-Kunststoffbrille in Pastellrosa und -türkis nicht ausgeredet hat. Ich wagte mich damit als Nicht-Artistin übers Seil, ohne Netz und doppelten Boden. Der Knall war laut, als ich unten ankam.

ER hat sich entschuldigt. Wofür, weiß er wahrscheinlich gar nicht so genau. Trotzdem war's mir wichtig. Und A. habe ich übrigens zufällig wieder mal getroffen. Es kommt alles zurück im Leben, sagt man. A. ist heute, sagen wir, quadratisch, praktisch, usw.

Über Katzenklappe

  • In Kärnten wohne und arbeite ich. Einen Kärntner liebe ich. In meinem Nebenjob bin ich die persönliche Assistentin zweier Fellmarschalls. Dass mich fettige Fingertapser auf dem Edelstahlkühlschrank zu einer Familienpackung Prozac greifen lassen, tut hier eigentlich nichts zur Sache. Egal. Das ist mein blog. Meine Katzenklappe. Ich kann sagen was ich will. Yadda yadda yadda. Mich gibt's wirklich. Warum ich meinen Namen nicht nenne, ist schnell erklärt: it doesn't matter. Solltest Du mich (er)kennen: Gratulation, aber behalt's für Dich. Soviel Privatsphäre in einem öffentlichen blog verdiene ich wohl. Und für Inhalte von verlinkten Seiten kann ich nix.

Da guckst du

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