02. Juli 08

Zurück

Sind seit 24 Stunden zuhause. Mir ist immer noch schwindlig. Bangkok ist ein Drecksloch, ein stinkendes, lautes und energieraubendes ETWAS, das von Menschen mit ausgeprägter Kämpfernatur aufrecht erhalten wird, um selbst zu überleben. Chaos als System.
Zugegeben, man braucht vermutlich ein klitzekleines bisschen länger als zwei Tage, um sich ein umfassendes Bild einer zwölf Millionen Einwohner zählenden Metropole machen zu können. Ich kann nur soviel sagen, dass das, was wir gesehen haben, nichts mit Liebe auf den ersten Blick zu tun hat. Eher mit der Hoffnung, es handle sich bei dem Moloch um ein hässliches Entlein, dessen Schwanenseiten wir noch nicht entdeckt haben.
Ich möchte Bangkok - wie ein krankes Kind - am liebsten in die Arme nehmen und sagen "Ich weiß, du hast es schwer, aber alles wird gut".

Wenn ich zurück denke, habe ich Bilder und Gerüche von dampfenden Garküchen am Straßenrand, zugemüllten Gehsteigen, streunenden Hunden, riesigen Märkten und engen Gassen, heillos verstopften Straßen, bettelnden Kindern und gesundheitsgefährdender Atemluft vor mir (ja, die Luft dort ist so "dick", dass man sich drin spiegeln kann sie teilweise sogar sehen kann). Und an diesen Eindrücken konnten auch die Schischi-Läden des Siam Paragon nichts ändern oder die (eigentlich wirklich beeindruckenden) Tempel.

Ob ich wieder einmal hin will?
Auf jeden Fall.

26. Juni 08

Auslandsreport

Es ist nicht so, als hätte ich seit meinem letzten Eintrag nichts erlebt. Nur Urlaub ist insgesamt gesehen irgendwie weniger Urlaub, wenn ich erst wieder Stunden vor dem Rechner hänge (kostenloses WLAN + mitgebrachtes MacBook = große Verlockung). Aber genau dann, als ich mir die Zeit aufgrund nicht optimalen Wetters mit Surfen vertreiben wollte, streikte die Internetverbindung, die auch die Veröffentlichung des folgenden Eintrags verhinderte:

"Hier regnet es nicht einfach. Von einer Sekunde zur nächsten verdunkelt sich der Himmel und die Tropfen scheinen sich auf ihrem Weg nach unten überschlagen zu wollen. Die Hitze wird durch die zusätzliche Feuchtigkeit nur noch intensiver. Die meisten "Schauer" sind so schnell wieder vorbei wie sie gekommen sind. Heute nicht. Seit zwei Stunden beobachte ich durch die riesigen Panoramafenster unseres Bungalows was sich da draußen abspielt. Der Himmel kann unmöglich noch mehr Wassermengen frei geben als in diesem Moment.

Vor gut einer Woche hatte ich eine ungefähre Vorstellung von "tropisch-monsunalem Klima". Danke, lesson learned. Ich wäre wieder bereit für etwas weniger Monsun und etwas mehr Tropen."

Jetzt, 48 Stunden später, ist wieder Kontakt zur Außenwelt möglich. Ein paar Sonnenstunden hatten wir heute auch schon, und zu viel davon darf man sich während der Regenzeit eh nicht erwarten. Insofern hat die Sonne ihr heutiges Soll (es ist jetzt 14:30h) bereits erfüllt.

In Wahrheit ist das Wetter aber Nebensache. Das eigentliche Erlebnis hier sind die Menschen und ihre Geschichten. Da wir zurzeit (wieder einmal) die einzigen Gäste im Resort sind, ist es leicht mit den Hotel-Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Oder sagen wir so: die Bereitschaft ist auf beiden Seiten gegeben. In der Praxis sieht es dann oft so aus, dass einfach sehr viel gelächelt wird, besonders wenn das Englisch mehr Thai-Wörter enthält, als man als Farang entschlüsseln kann.

Das mit dem Handeln auf Märkten ist mir zuwider. Sämtliche Reiseführer halten es für eine Kunst, die es beim Einkaufen zu demonstrieren gilt. Wer aber, so wie wir es getan haben (die nächste Stadt ist 12 km entfernt), auf den armselig zusammen gezimmerten Ständen neben der Schnellstraße Obst einkauft, verliert jegliches Interesse daran, den Preis drücken zu wollen. Worum soll man mit einem nahezu zahnlosen Bauern feilschen, wenn man umgerechnet rund zwei Euro für eine Ananas, zehn Bananen, 20 Rambutan (Zwillingspflaumen) und vier Mangos bezahlt? Eine Kellnerin in einem Hotel auf Koh Samui, so erzählt man uns, verdient ca. 120 Euro im Monat.

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In eine fremde Kultur einzutauchen, zumindest den kleinen Zeh hineinzuhalten, ist immer wieder spannend (um nicht das Wort "bereichernd" zu strapazieren). Auch, nein besonders, wenn es manchmal Skurriles beinhaltet wie diese Anzeige in der Bangkok Post:

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19. Juni 08

Dichte Agenda

Essen, schlafen, lesen, schlafen, schwimmen, Massage, schlafen, essen, lesen, essen, schlafen.

18. Juni 08

You never try, you never know

Thailänder, zumindest jene, die wir bis jetzt kennengelernt haben, sind herzliche und freundliche Menschen. Sie öffnen ihr Herz Fremden gegenüber aber besonders, wenn man als Farang zumindest versucht, ihre Sprache zu sprechen. Unser Bemühen führt zwar meistens zu Gelächter, aber wir werden ermutigt, nicht aufzugeben.
Gestern beim Abendessen führte uns die geduldige Khaitoon an den Grundwortschatz heran:

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17. Juni 08

Angekommen

Die Autofahrt von Bangkok nach Kui Buri war für mich als Thailandneuling eine Herausforderung. Schnell wechselnde Eindrücke und Momentaufnahmen, die ich bis jetzt noch zu keinem Gesamtbild zusammenfügen konnte: Kurioses (mit dem/einem (?) Elefantengott verzierte LKW), Befremdliches (die allgegenwärtige Huldigung des Königspaares), Faszinierendes (Riesige "Salzfelder" am Rande der Autobahn) und Unglaubliches (Baracken, in denen nicht einmal Hunde leben sollten).

Vor fast jeder Reise lege ich mir einen Reiseführer zu, aber nicht vorrangig zur Planung, sondern eher als Nachschlagewerk. Will heißen, ich wußte (und weiß bis jetzt) nicht sehr viel über Thailand und seine Geschichte und Kultur. Ich muss etwas erst erleben, um es wirklich begreifen oder nachvollziehen zu können. Da wir jetzt abseits typischer Touristenorte sind, wird sich wohl Gelegenheit dazu bieten.

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Über Katzenklappe

  • In Kärnten wohne und arbeite ich. Einen Kärntner liebe ich. In meinem Nebenjob bin ich die persönliche Assistentin zweier Fellmarschalls. Dass mich fettige Fingertapser auf dem Edelstahlkühlschrank zu einer Familienpackung Prozac greifen lassen, tut hier eigentlich nichts zur Sache. Egal. Das ist mein blog. Meine Katzenklappe. Ich kann sagen was ich will. Yadda yadda yadda. Mich gibt's wirklich. Warum ich meinen Namen nicht nenne, ist schnell erklärt: it doesn't matter. Solltest Du mich (er)kennen: Gratulation, aber behalt's für Dich. Soviel Privatsphäre in einem öffentlichen blog verdiene ich wohl. Und für Inhalte von verlinkten Seiten kann ich nix.

Da guckst du

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